Freitag, 21. November 2008

Rückenschmerzen

Erkrankungen der Wirbelsäule, die durch Abnutzungen (Degeneration) verursacht werden und mit Schmerzen verbunden sind, haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt.
Nach einem Infekt sind Rückenschmerzen der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Erste Beschwerden verschwinden zwar häufig spontan und ohne Behandlung, aber bei über 60 Prozent der Patienten treten erneute Beschwerden auf. Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Symptome länger als zwölf Wochen anhalten.
Rückenschmerzen können sowohl organische als auch psychische Ursachen haben. Oft beeinflussen sich diese Komponenten gegenseitig. In der Anfangsphase der Erkrankung treten häufig unspezifische Beschwerden auf. Diese können sich in Morgensteifigkeit, Verspannung oder Schwäche äußern. Solche Symptome werden meist bagatellisiert oder durch Aktivität verdrängt. Später treten dann stärkere Beschwerden mit längerer Erkrankungsdauer auf. Man unterscheidet den plötzlich auftretenden Rückenschmerz (Lumbago) vom Wurzelreizsyndrom (Lumboischialgie) mit Kreuzschmerzen, die auch in die Beine ziehen. Auch Bandscheibenvorfälle verursachen starke Rückenschmerzen.

Asthma

Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten
In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der in Questimed vorhandenen Wirkstoffe, die bei dem Anwendungsgebiet "Asthma" zum Einsatz kommen können. Zu jedem Wirkstoff können Sie sich die rezeptfreien Medikamente, die den jeweiligen Wirkstoff enthalten, anzeigen lassen. Unterhalb jedes Wirkstoffnamens werden Ihnen zusätzlich Informationen zu den Wirkungen des Wirkstoffes angezeigt.

Rheumatoide Arthritis, Rheuma

Millionen Menschen in Deutschland leiden an rheumatischen Erkrankungen, im Volksmund kurz als "Rheuma" bezeichnet. Man unterscheidet degenerative und entzündliche rheumatische Erkrankungen. Die häufigste entzündliche Form ist die rheumatoide Arthritis (RA). Das Immunsystem, die körpereigene Abwehr, greift fälschlicherweise die eigenen Gelenke und verschiedene Gewebe an und zerstört sie (Autoimmunität). Frauen sind von Rheuma häufiger betroffen als Männer.
Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind noch nicht vollständig geklärt. Es bestehen jedoch Zusammenhänge mit genetischen Faktoren und gegen körpereigene Gewebe gerichteten (autoimmunologischen) Prozessen. Typische Symptome sind nächtliche und morgendliche Schmerzen der Fingergelenke, meist symmetrisch, sowie eine Morgensteifigkeit dieser Gelenke, die über 15 Minuten anhält. In der Folge kommt es zum Befall weiterer Gelenke, zu Gelenksverformungen und seltener zu Organbeteiligungen (Augen, Speichel- und Tränendrüsen, Haut, Herz, Lunge).
Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis wird anhand der Krankengeschichte sowie Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen und Blutuntersuchungen gestellt. Um Folgeschäden zu verhindern oder zu verzögern, ist der frühzeitige Beginn einer adäquaten Therapie entscheidend. Diese besteht aus den so genannten Basismedikamenten, eventuell in Kombination mit anderen entzündungshemmenden Medikamenten sowie den neuen Biologika. Ergänzend helfen physikalische Therapie, Ergotherapie, Krankengymnastik und chirurgische Therapie

Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist die häufigste Form der Demenz. Charakteristisch für eine Demenz ist die Abnahme von Gedächtnis und Denkvermögen.
Die Erkrankungshäufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Bei den über 90-Jährigen ist mindestens jeder Dritte betroffen, vorwiegend Frauen.
Die Entstehungsprozesse der Alzheimer-Demenz sind nicht vollständig geklärt. Typisch sind bestimmte Proteinablagerungen im Gehirn. Von einigen Faktoren weiß man heute, dass sie die Entstehung von Alzheimer fördern. Die Erkrankung verläuft meist kontinuierlich schleichend, bis zur völligen Pflegebedürftigkeit. Wichtig ist, andere, eventuell heilbare Formen der Demenz auszuschließen, bevor man sich auf die Diagnose "Morbus Alzheimer" festlegt. Eine Heilung gibt es derzeit nicht, aber durch gute Betreuung und Medikamente lässt sich der Verlauf verzögern.

AIDS und HIV-Infektion

AIDS und HIV-Infektion bezeichnen nicht die gleiche Erkrankung. AIDS ist die Abkürzung für Acquired Immuno Deficiency Syndrome (Erworbenes Immundefekt-Syndrom), HIV für Human Immunodeficiency Virus (Humanes Immundefizienz-Virus).
Tage bis Monate nach der Ansteckung mit dem HI-Virus kann es zur akuten HIV-Erkrankung kommen: Die Symptome sind unspezifisch und denen eines grippalen Infekts ähnlich. Es folgt ein krankheitsfreies Intervall von mehreren Jahren bis Jahrzehnten.
In dieser Situation ruht die HIV-Infektion jedoch nicht, wie man früher annahm. Vielmehr handelt es sich um ein dynamisches Geschehen, bei dem jeden Tag Milliarden neuer Viren entstehen beziehungsweise abgetötet werden. Im späteren Verlauf kommt es zunehmend zu typischen Beschwerden. Das Vollbild einer AIDS-Erkrankung ist von Gewichtsabnahme, schweren Infektionserkrankungen und bestimmten Krebsarten gekennzeichnet. Durch gezielt gegen die Vermehrung des HI-Virus wirkende – so genannte antiretrovirale – Medikamente können der Ausbruch beziehungsweise das Fortschreiten der HIV-Infektion heutzutage sehr lange hinausgezögert werden.
Eine HIV-Infektion wird mittels Antikörpern diagnostiziert, die gegen HI-Viren gerichtet sind. Sind solche Antikörper im Körper vorhanden, müssen HI-Viren in den Körper eingedrungen sein, der Test wird dann als positiv bezeichnet. Um Sicherheit zu gewinnen, sollten drei Monate nach einer möglichen Ansteckung bis zum HIV-Test vergehen. Diese Zeit etwa braucht der Körper, um Antikörper zu bilden. Heutzutage ist auch ein schneller, aber kostenintensiver Direktnachweis des Virus möglich

Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Beschreibung
Bei einem Infarkt im Herzen (Myokardinfarkt) stirbt ein Teil des Herzmuskels durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes ab. In der Regel gibt es drei von diesen großen Blutgefäßen (Herzkranzgefäßen = Koronararterien), die das Herz mit Blut und Sauerstoff versorgen.
Wird eines dieser Gefäße durch ein Blutgerinnsel verstopft, kann das Blut nicht mehr zirkulieren. Die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr sind somit unterbrochen. Gelingt es nicht, das verschlossene Gefäß innerhalb weniger Stunden wieder zu öffnen, stirbt der von diesem Gefäß versorgte Herzmuskelteil ab.
Ein Herzinfarkt kommt in den Industrieländern immer häufiger vor. In Deutschland erleiden jährlich mehr als 500.000 Menschen einen Herzinfarkt. Die Erkrankung ist lebensbedrohlich: In den ersten vier Wochen nach dem Infarkt sterben 40 bis 50 Prozent der Patienten - insgesamt mehr Frauen als Männer. Die Hauptursache des Herzinfarkts ist die Koronare Herzerkrankung (KHK). Sie wird begünstigt durch verschiedene Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder Rauchen.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels aufgrund verengter Herzkranzgefäße. Wenn der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, nimmt er Schaden und es entstehen Schmerzen in der Brust (Angina pectoris).
Besonders bei erhöhtem Sauerstoffbedarf des Herzens durch körperliche oder seelische Belastungen kommt es zu den Beschwerden. In manchen KHK-Fällen können die Schmerzen auch nur gering sein oder ganz ausbleiben.
Die typischen Angina pectoris-Schmerzen sind nur von kurzer Dauer. Sie enden innerhalb weniger Minuten in Ruhe oder durch Einnahme eines Nitro-Präparats. Bessern sich die Schmerzen nicht, deutet dies auf einen Herzinfarkt hin.
Die Ursache einer KHK ist in der Regel eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Zu den Risikofaktoren, welche die Koronare Herzkrankheit begünstigen, gehören erhöhte Blutfettwerte, Stress, Rauchen, Bewegungsmangel, Diabetes mellitus, Übergewicht und Bluthochdruck.
Die Koronare Herzkrankheit kann anhand der typischen Beschwerden erkannt werden; die endgültige Diagnose wird durch eine Herzkatheter-Untersuchung gestellt. Basis der Behandlung ist es, die Risikofaktoren auszuschalten. Darüber hinaus gibt es verschiedene Verfahren, um die Herzkranzgefäße zu dehnen, und Medikamente, um die Beschwerden zu lindern. Mit einer Bypassoperation am Herzen können verengte Gefäße durch ein Gefäßtransplantat überbrückt werden.
Zu den möglichen Folgen einer Koronaren Herzerkrankung gehören der Herzinfarkt, die Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und der plötzliche Herztod.