Millionen Menschen in Deutschland leiden an rheumatischen Erkrankungen, im Volksmund kurz als "Rheuma" bezeichnet. Man unterscheidet degenerative und entzündliche rheumatische Erkrankungen. Die häufigste entzündliche Form ist die rheumatoide Arthritis (RA). Das Immunsystem, die körpereigene Abwehr, greift fälschlicherweise die eigenen Gelenke und verschiedene Gewebe an und zerstört sie (Autoimmunität). Frauen sind von Rheuma häufiger betroffen als Männer.
Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind noch nicht vollständig geklärt. Es bestehen jedoch Zusammenhänge mit genetischen Faktoren und gegen körpereigene Gewebe gerichteten (autoimmunologischen) Prozessen. Typische Symptome sind nächtliche und morgendliche Schmerzen der Fingergelenke, meist symmetrisch, sowie eine Morgensteifigkeit dieser Gelenke, die über 15 Minuten anhält. In der Folge kommt es zum Befall weiterer Gelenke, zu Gelenksverformungen und seltener zu Organbeteiligungen (Augen, Speichel- und Tränendrüsen, Haut, Herz, Lunge).
Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis wird anhand der Krankengeschichte sowie Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen und Blutuntersuchungen gestellt. Um Folgeschäden zu verhindern oder zu verzögern, ist der frühzeitige Beginn einer adäquaten Therapie entscheidend. Diese besteht aus den so genannten Basismedikamenten, eventuell in Kombination mit anderen entzündungshemmenden Medikamenten sowie den neuen Biologika. Ergänzend helfen physikalische Therapie, Ergotherapie, Krankengymnastik und chirurgische Therapie
Freitag, 21. November 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen