Freitag, 21. November 2008

Rückenschmerzen

Erkrankungen der Wirbelsäule, die durch Abnutzungen (Degeneration) verursacht werden und mit Schmerzen verbunden sind, haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt.
Nach einem Infekt sind Rückenschmerzen der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Erste Beschwerden verschwinden zwar häufig spontan und ohne Behandlung, aber bei über 60 Prozent der Patienten treten erneute Beschwerden auf. Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Symptome länger als zwölf Wochen anhalten.
Rückenschmerzen können sowohl organische als auch psychische Ursachen haben. Oft beeinflussen sich diese Komponenten gegenseitig. In der Anfangsphase der Erkrankung treten häufig unspezifische Beschwerden auf. Diese können sich in Morgensteifigkeit, Verspannung oder Schwäche äußern. Solche Symptome werden meist bagatellisiert oder durch Aktivität verdrängt. Später treten dann stärkere Beschwerden mit längerer Erkrankungsdauer auf. Man unterscheidet den plötzlich auftretenden Rückenschmerz (Lumbago) vom Wurzelreizsyndrom (Lumboischialgie) mit Kreuzschmerzen, die auch in die Beine ziehen. Auch Bandscheibenvorfälle verursachen starke Rückenschmerzen.

Asthma

Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten
In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht der in Questimed vorhandenen Wirkstoffe, die bei dem Anwendungsgebiet "Asthma" zum Einsatz kommen können. Zu jedem Wirkstoff können Sie sich die rezeptfreien Medikamente, die den jeweiligen Wirkstoff enthalten, anzeigen lassen. Unterhalb jedes Wirkstoffnamens werden Ihnen zusätzlich Informationen zu den Wirkungen des Wirkstoffes angezeigt.

Rheumatoide Arthritis, Rheuma

Millionen Menschen in Deutschland leiden an rheumatischen Erkrankungen, im Volksmund kurz als "Rheuma" bezeichnet. Man unterscheidet degenerative und entzündliche rheumatische Erkrankungen. Die häufigste entzündliche Form ist die rheumatoide Arthritis (RA). Das Immunsystem, die körpereigene Abwehr, greift fälschlicherweise die eigenen Gelenke und verschiedene Gewebe an und zerstört sie (Autoimmunität). Frauen sind von Rheuma häufiger betroffen als Männer.
Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind noch nicht vollständig geklärt. Es bestehen jedoch Zusammenhänge mit genetischen Faktoren und gegen körpereigene Gewebe gerichteten (autoimmunologischen) Prozessen. Typische Symptome sind nächtliche und morgendliche Schmerzen der Fingergelenke, meist symmetrisch, sowie eine Morgensteifigkeit dieser Gelenke, die über 15 Minuten anhält. In der Folge kommt es zum Befall weiterer Gelenke, zu Gelenksverformungen und seltener zu Organbeteiligungen (Augen, Speichel- und Tränendrüsen, Haut, Herz, Lunge).
Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis wird anhand der Krankengeschichte sowie Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen und Blutuntersuchungen gestellt. Um Folgeschäden zu verhindern oder zu verzögern, ist der frühzeitige Beginn einer adäquaten Therapie entscheidend. Diese besteht aus den so genannten Basismedikamenten, eventuell in Kombination mit anderen entzündungshemmenden Medikamenten sowie den neuen Biologika. Ergänzend helfen physikalische Therapie, Ergotherapie, Krankengymnastik und chirurgische Therapie

Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit (Morbus Alzheimer) ist die häufigste Form der Demenz. Charakteristisch für eine Demenz ist die Abnahme von Gedächtnis und Denkvermögen.
Die Erkrankungshäufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Bei den über 90-Jährigen ist mindestens jeder Dritte betroffen, vorwiegend Frauen.
Die Entstehungsprozesse der Alzheimer-Demenz sind nicht vollständig geklärt. Typisch sind bestimmte Proteinablagerungen im Gehirn. Von einigen Faktoren weiß man heute, dass sie die Entstehung von Alzheimer fördern. Die Erkrankung verläuft meist kontinuierlich schleichend, bis zur völligen Pflegebedürftigkeit. Wichtig ist, andere, eventuell heilbare Formen der Demenz auszuschließen, bevor man sich auf die Diagnose "Morbus Alzheimer" festlegt. Eine Heilung gibt es derzeit nicht, aber durch gute Betreuung und Medikamente lässt sich der Verlauf verzögern.

AIDS und HIV-Infektion

AIDS und HIV-Infektion bezeichnen nicht die gleiche Erkrankung. AIDS ist die Abkürzung für Acquired Immuno Deficiency Syndrome (Erworbenes Immundefekt-Syndrom), HIV für Human Immunodeficiency Virus (Humanes Immundefizienz-Virus).
Tage bis Monate nach der Ansteckung mit dem HI-Virus kann es zur akuten HIV-Erkrankung kommen: Die Symptome sind unspezifisch und denen eines grippalen Infekts ähnlich. Es folgt ein krankheitsfreies Intervall von mehreren Jahren bis Jahrzehnten.
In dieser Situation ruht die HIV-Infektion jedoch nicht, wie man früher annahm. Vielmehr handelt es sich um ein dynamisches Geschehen, bei dem jeden Tag Milliarden neuer Viren entstehen beziehungsweise abgetötet werden. Im späteren Verlauf kommt es zunehmend zu typischen Beschwerden. Das Vollbild einer AIDS-Erkrankung ist von Gewichtsabnahme, schweren Infektionserkrankungen und bestimmten Krebsarten gekennzeichnet. Durch gezielt gegen die Vermehrung des HI-Virus wirkende – so genannte antiretrovirale – Medikamente können der Ausbruch beziehungsweise das Fortschreiten der HIV-Infektion heutzutage sehr lange hinausgezögert werden.
Eine HIV-Infektion wird mittels Antikörpern diagnostiziert, die gegen HI-Viren gerichtet sind. Sind solche Antikörper im Körper vorhanden, müssen HI-Viren in den Körper eingedrungen sein, der Test wird dann als positiv bezeichnet. Um Sicherheit zu gewinnen, sollten drei Monate nach einer möglichen Ansteckung bis zum HIV-Test vergehen. Diese Zeit etwa braucht der Körper, um Antikörper zu bilden. Heutzutage ist auch ein schneller, aber kostenintensiver Direktnachweis des Virus möglich

Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Beschreibung
Bei einem Infarkt im Herzen (Myokardinfarkt) stirbt ein Teil des Herzmuskels durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes ab. In der Regel gibt es drei von diesen großen Blutgefäßen (Herzkranzgefäßen = Koronararterien), die das Herz mit Blut und Sauerstoff versorgen.
Wird eines dieser Gefäße durch ein Blutgerinnsel verstopft, kann das Blut nicht mehr zirkulieren. Die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr sind somit unterbrochen. Gelingt es nicht, das verschlossene Gefäß innerhalb weniger Stunden wieder zu öffnen, stirbt der von diesem Gefäß versorgte Herzmuskelteil ab.
Ein Herzinfarkt kommt in den Industrieländern immer häufiger vor. In Deutschland erleiden jährlich mehr als 500.000 Menschen einen Herzinfarkt. Die Erkrankung ist lebensbedrohlich: In den ersten vier Wochen nach dem Infarkt sterben 40 bis 50 Prozent der Patienten - insgesamt mehr Frauen als Männer. Die Hauptursache des Herzinfarkts ist die Koronare Herzerkrankung (KHK). Sie wird begünstigt durch verschiedene Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder Rauchen.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels aufgrund verengter Herzkranzgefäße. Wenn der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, nimmt er Schaden und es entstehen Schmerzen in der Brust (Angina pectoris).
Besonders bei erhöhtem Sauerstoffbedarf des Herzens durch körperliche oder seelische Belastungen kommt es zu den Beschwerden. In manchen KHK-Fällen können die Schmerzen auch nur gering sein oder ganz ausbleiben.
Die typischen Angina pectoris-Schmerzen sind nur von kurzer Dauer. Sie enden innerhalb weniger Minuten in Ruhe oder durch Einnahme eines Nitro-Präparats. Bessern sich die Schmerzen nicht, deutet dies auf einen Herzinfarkt hin.
Die Ursache einer KHK ist in der Regel eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Zu den Risikofaktoren, welche die Koronare Herzkrankheit begünstigen, gehören erhöhte Blutfettwerte, Stress, Rauchen, Bewegungsmangel, Diabetes mellitus, Übergewicht und Bluthochdruck.
Die Koronare Herzkrankheit kann anhand der typischen Beschwerden erkannt werden; die endgültige Diagnose wird durch eine Herzkatheter-Untersuchung gestellt. Basis der Behandlung ist es, die Risikofaktoren auszuschalten. Darüber hinaus gibt es verschiedene Verfahren, um die Herzkranzgefäße zu dehnen, und Medikamente, um die Beschwerden zu lindern. Mit einer Bypassoperation am Herzen können verengte Gefäße durch ein Gefäßtransplantat überbrückt werden.
Zu den möglichen Folgen einer Koronaren Herzerkrankung gehören der Herzinfarkt, die Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und der plötzliche Herztod.

20 Tipps für ein herzgesundes Leben

1. Runter vom Sofa ...... und rauf aufs Rad. Leichte sportliche Betätigungen helfen dem Körper gesund zu bleiben. Schon 2- bis 3- mal die Woche für je eine halbe Stunde Laufen, Radeln oder Schwimmen bringen es. Ausdauersportarten schützen Herz und Kreislauf, da der Herzmuskel trainiert wird. Das Herz arbeitet effizienter und zudem verbessert sich die Durchblutung. Ein schöner zusätzlicher Effekt: Überflüssige Pfunde schmelzen fast wie von selbst.
2. Fett – aber das richtige ...... gehört auf jeden Fall zur gesunden Ernährung. Pflanzliche Fette sind die bessere Wahl. Sie besitzen die essenziellen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die auch den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen. Enthalten sind diese zum Beispiel im Diät 3-Pflanzenöl von Becel, das aus einer wertvollen Kombination aus Sonnenblumen-, Traubenkern- und Distelöl besteht.
3. Frischer Fisch ... ... ist gut fürs Herz. Fische aus kalten Gewässern besitzen einen besonders hohen Anteil an gesunden Fettsäuren. Seefische wie Makrele, Lachs und Hering sind sehr schmackhaft und wirken sich durch ihre Omega-3-Fettsäuren außerdem positiv auf die Fließeigenschaften des Blutes aus. Das ist leckere und herzgesunde Nahrung zugleich.
4. Machen Sie es wie die Hollywoodstars ...... und tragen immer eine Flasche Wasser bei sich. So kommen Sie leichter auf die empfohlenen zwei Liter Flüssigkeit pro Tag. Immer noch trinken die Deutschen viel zu wenig: 20 Prozent weniger als empfohlen. Das schadet inneren Organen wie Niere, Leber und Herz. Auch Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft lassen nach. Weitere Tipps: Stellen Sie die erforderliche Menge an Flüssigkeit schon morgens bereit, wählen Sie größere Trinkgefäße und trinken Sie zu jedem Tee oder Kaffee die gleiche Menge an Wasser.
5. Entspannung ...... verschönert das Leben. Warum nicht mal auf die entspannenden Momente konzentrieren und merken, dass es auch lohnt, darüber zu reden. Yoga oder Meditationsübungen helfen, zur inneren Ruhe zu finden. Loslassen und dem Stress des Alltags entfliehen schont das Herz und spart Kraft.
6. Tief Luft holen ...... und richtig Durchatmen erfordert etwas Aufmerksamkeit – die sich aber auszahlt. Mit reichlich Sauerstoff angereichertes Blut fließt besser durch die Adern und erreicht rascher die Körperzellen. Außerdem wird das Immunsystem gestärkt und die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Stellen Sie sich schon morgens ans geöffnete Fenster und atmen Sie tief ein – das macht munter und fit. 7. Langsames Essen ...... spart Kalorien. Wer sich auf die Mahlzeit konzentriert, wird mit weniger Essen eher satt, da das Gehirn circa 20 Minuten benötigt, bis es ein Sättigungsgefühl signalisiert. So beugt man ganz einfach und ohne zu hungern überflüssigen Pfunden vor. Die stören nicht nur auf den Hüften sondern belasten Herz und Kreislauf unnötig. Darum: nehmen Sie sich Zeit zum Genießen und konzentrieren Sie sich auf Ihre Mahlzeiten.
8. Der regelmäßige Gesundheits-Check ...... ist für Männer und Frauen ab dem 36. Lebensjahr sehr wichtig. In der von den Kassen bezahlten Vorsorgeuntersuchung werden alle zwei Jahre unter anderem Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker gemessen. Erkrankungen können so rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt werden. Womöglich kann bereits eine Ernährungsumstellung (z.B. cholesterinbewusstes Essen) zum gewünschten Ziel führen, ohne dass Medikamente eingenommen werden müssen.
9. Was Hänschen lernt ...... weiß auch Hans. Der Grundstein für einen natürlichen und gesunden Umgang mit der Nahrung wird schon im Kindesalter gelegt. Durch falsches Essen, Bewegungsarmut oder auch erbliche Veranlagung weisen heutzutage viele Kinder bereits einen erhöhten Cholesterinspiegel auf. Mit gesunder Kost und ausreichend Bewegung kann effektiv späteren Herz-Kreislauf-Beschwerden vorgebeugt werden.
10. Übergewicht abbauen ...... hilft Krankheiten vorzubeugen. Zu viele Pfunde machen den Menschen anfälliger für Krankheiten. Besonders das Herz-Kreislauf-System leidet unter der schweren Last. Mit einer langsamen, aber stetigen Reduzierung des Gewichts können das Wohlbefinden gesteigert und der Gesundheitszustand deutlich verbessert werden. Positiver Nebeneffekt: Der Blick in den Spiegel macht Freude.
11. Versteckte Fette ...... zu suchen lohnt sich. Gesättigte Fettsäuren stecken in großer Menge in Wurst, Käse und anderen Milchprodukten. Auch Süßigkeiten und manche Gebäcke, wie zum Beispiel Blätterteig, haben es in sich. Ihr übermäßiger Verzehr treibt die tägliche Fettaufnahme und damit auch den Cholesterinspiegel in die Höhe. Durchschnittlich essen ein Mann circa 117 und eine Frau 92 Gramm Fett täglich. Tatsächlich sollte die Menge, so die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), bei Männern um 80 und bei Frauen um 60 Gramm Fett liegen und maximal 30 Prozent der aufgenommenen Gesamtenergie ausmachen.
12. Bittersüß ...... kann der Griff zu Schokolade und anderen Schleckereien werden, wenn man zu viel nascht. Trockenfrüchte oder Nüsse in kleinen Mengen sind da die bessere Alternative. Sie sind zwar auch kalorienreich, besitzen dafür aber wichtige Nährstoffe. Walnüsse enthalten beispielsweise eine große Menge an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, mit positiver Wirkung auf den Cholesterinspiegel und das Herz-Kreislauf-System.
13. Sonnenschein ...... stärkt das Herz. Das liegt an den UV-Strahlen, die das Herz-Kreislauf-System anregen. Blutdruck und Cholesterinspiegel sinken, was dazu führt, dass es in den sonnenreichen Monaten rund 50 Prozent weniger Herzinfarkte gibt. Dies untersuchte eine Forschungsgruppe am Berliner Universitätsklinikum Charité an Herzpatienten. Deshalb nutzen Sie jede Gelegenheit, um ins Freie zu kommen, denn auch ein wolkenverhangener Himmel lässt Strahlen durch. Tipp: Ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause bringt zusätzlich frische Luft und Bewegung! Eines sollten Sie jedoch bedenken: Eincremen mit Sonnenmilch nicht vergessen!
14. Belohnung ...... muss nicht immer Essen sein. Auch ein schaumiges Bad, eine wohltuende Massage oder ein Spaziergang an der frischen Luft können als Anerkennung von besonderer Leistung dienen. Das bekommt nicht nur dem Körper sondern auch der Seele. Denn Entspannung und Ruhe sind der beste Ausgleich bei Stress und schützen so das Herz.
15. Mit Lust essen ... ... ist auch bei bewusster Ernährung möglich. Den totalen Verzicht auf leckere Dinge muss man nicht üben. In einem ausgewogenen Speiseplan mit viel Obst und Gemüse und den richtigen Fetten ist auch mal Platz für kleine Sünden. Die sollten Sie hundertprozentig und ohne schlechtes Gewissen genießen. Denn Essen soll schließlich auch Spaß machen.
16. „Nein“-Sager ...... leben länger. Sagen Sie nicht „ja“, wenn Sie „nein“ meinen, und seien Sie mutig genug, auch mal eine Extra-Arbeit abzulehnen. Falsches Pflichtgefühl oder Höflichkeit behindern Sie nur in Ihrer eigenen Arbeit. Erkennen Sie Ihre Grenzen und machen Sie diese auch Ihren KollegInnen und Ihrer Familie klar. Ihr Herz wird es Ihnen danken. Denn sonst können Sie schnell zur ersten Anlaufadresse werden, wenn es darum geht, lästige Aufgaben abzugeben.
17. Die innere Uhr ...... tickt immer richtig. Denn Ihr Körper weiß selbst am besten, was er grade braucht. Was er nicht bekommt, das holt er sich irgendwann selber – egal, ob es sich dabei um Schlaf, Bewegung oder um einen knackigen Apfel handelt. Also fangen Sie frühzeitig an, auf die Bedürfnisse ihres Körpers zu achten – er wird sich mit Gesundheit und Wohlgefühl revanchieren.
18. Lachen ist gesund ...... denn dabei löst der Körper Spannungen und aktiviert das Herz-Kreislauf-System. Außerdem werden zahlreiche Muskeln bewegt und unter anderem das Glückshormon Serotonin freigesetzt. Erwachsene lachen durchschnittlich 15 mal, Kinder dagegen bis zu 400 mal am Tag. Unter anderem führte wohl diese Erkenntnis vor einigen Jahren zu der Gründung des ersten Lachclubs in Bombay. Lachen Sie sich (herz-) gesund, zum Beispiel im Lachclub Wiesbaden, dem Zentrum der deutschen Lachbewegung.
19. 5- mal eine Handvoll ...... Obst und Gemüse am Tag hält gesund und fit. Wussten Sie, dass in Ländern, in denen viel Obst und Gemüse verzehrt wird, die Menschen seltener von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sind als in Deutschland? Abhilfe kann auch bei uns leicht geschaffen werden – schon mit 5 Portionen Obst und Gemüse (insgesamt circa 600 Gramm) am Tag erfüllen Sie die Vorgaben der DGE. Leider kommen die Deutschen heute im Durchschnitt grade mal auf die Hälfte dieser Menge (Quelle: www.5amtag.de). Außerdem liefert so ein Minimum an Kalorien ein Maximum an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Greifen Sie öfter mal in die Obst und Gemüsekiste. Damit tun Sie etwas für Ihre Gesundheit und gegen Krebs und erhöhte Cholesterinwerte.
20. Langeweile vermeiden ...... mit abwechslungsreicher Kost! Die Aussage, gesundes Essen sei langweilig, ist ein Gerücht. Schaut man sich erst einmal um, entdeckt man viele neue Ideen und Kombinationsmöglichkeiten für altbekannte Lebensmittel. Wichtig bei der Zubereitung aller Speisen ist, auch mal Neues auszuprobieren und Abwechslung auf den Teller zu bringen.

Ackerschachtelhalm als Heilpflanze

Was für den Landwirt und Gärtner ein Ärgernis ist, offenbart sich mitunter dem Heilkundigen als Hinweis für die tiefverborgenen Heilkräfte: So unscheinbar die blütenlose Sporenpflanze über der Erde aussieht, dem unter der Erde verborgenen weitverzweigten, tiefliegenden Wurzelwerk ist kaum beizukommen. Vielleicht ist dies auch ein Zeichen - die alten Heilkundler sprachen von „Signaturenlehre" - für die zwar im Verborgenen wirkende, aber eben darum um so tiefgreifendere Heilwirkung des Ackerschachtelhalms, der im Volksmund besser als Zinnkraut bekannt ist.
Neben leicht sandigem bis lehmigem Ackerland besiedelt der Ackerschachtelhalm Wald, Wiesen und Grabenränder, Ödland, Böschungen und zuweilen auch Gärten. Er gilt als Zeigerpflanze für Grundwasser, doch er saugt nicht nur Wasser: Der Ackerschachtelhalm holt lebenswichtige Mineralien aus der Tiefe, er gehört zu den mineralstoffreichsten Heilpflanzen.
Wichtigste Heilsubstanz ist die Kieselsäure, von der die Pflanze bis zu zehn Prozent enthält. Ihre Abkömmlinge - die Silikate - werden heute in der Vollwerternährung als essentielle Vitalstoffe sehr geschätzt. Hauptlieferant sind hierfür vor allem Hafer, Gerste und alle grünen faserreichen Gemüse. Rund ein Prozent der im Ackerschachtelhalm enthaltenen Kieselsäure-Verbindungen sind wasserlöslich und können nicht nur über den Mund, sondern auch über die Haut aufgenommen werden. Dem hohen Gehalt an Kieselsäure ist auch die wohltuende Wirkung der Heilpflanze auf das Bindegewebe zu verdanken. Durch Einlagerungen von Kieselsäure wird es gefestigt. Egal ob als Tee oder Badezusatz verwendet, die Widerstandskraft des gesamten Organismus wird gesteigert. Während bereits im Altertum eine blutstillende, harntreibende und hustenlindernde Wirkung des Ackerschachtelhalms bekannt war, geriet mit Beginn der Neuzeit, Mitte des 15. Jahrhunderts, der Wert dieser Heilpflanze zunehmend in Vergessenheit.

Kontaktlinsen und Sehstörungen in der Schwangerschaft

Claras Augenarzt konnte die werdende Mutter beruhigen. Denn obwohl wissenschaftlich bewiesen ist, dass weder Schwangerschaft, noch später das Stillen, eine bestehende Kurzsichtigkeit verschlimmern oder gar hervorrufen, so kann es doch während der Schwangerschaft immer wieder vorkommen, dass die Schwangere den Eindruck hat, sie sehe schlechter als vorher. Doch diese vermeintliche Sehschwäche hängt mit dem Hormongleichgewicht der werdenden Mama zusammen. Denn während der fast zehn Monate dauernden Schwangerschaft wird die Krümmung der Hornhaut und der Linse leicht verändert. So führt das in der Plazenta gebildete Hormon Progesteron, zum Anschwellen der Augen und somit zu Schwierigkeiten beim Fokussieren.
Da das Hormon auch Flüssigkeit zurück hält, kann es zu einem verringerten Tränenfluss und somit zu einem trockeneren Augapfel kommen. In einigen Fällen können sogar auch leichte subkonjunktivale Blutungen auftreten.Diese Veränderungen der Hornhaut wie auch der Linse können unter Umständen bei der Nutzung von Kontaktlinsen störend und schmerzhaft sein. Wer also während einer Schwangerschaft eine derartige Unverträglichkeit der Kontaktlinsen entwickelt, sollte umgehend den Augenarzt aufsuchen. Mitunter wird es notwendig sein, die Kontaktlinsen bis nach der Geburt abzusetzen. Grundsätzlich sollte man die Kontaktlinsen während der Schwangerschaft weniger zu tragen als üblich, Augenärzte empfehlen maximal 4-5 Stunden täglich. Ab dem achten Monat ist es ratsam, Kontaktlinsen gar nicht mehr zu benutzen.

Multiple Sklerose und Sport

Dank der Antikörpertherapie mit Natalizumab hat die Multiple Sklerose, auch „die Krankheit mit den 1.000 Gesichtern" genannt, ihren Schrecken für viele Betroffene verloren. Eines haben alle Patienten gemeinsam: Die Angst vor Behinderung und Immobilität. Doch durch regelmäßige Bewegung und Sport und den Einsatz moderner Medikamente kann man den Symptomen der MS erfolgreich entgegenwirken und so die eigene Lebensqualität verbessern. Besonders wichtig bei der Behandlung ist es, die Anzahl der Schübe zu reduzieren, denn: „Mit jedem Schub erhöht sich die Gefahr, dass eine Behinderung zurückbleibt", so Professor Dr. Bernd C. Kieseier von der Neurologischen Klinik Düsseldorf. Hoffnung für viele Patienten gibt der Antikörper Natalizumab: Er blockiert die bei MS fehlgesteuerten Immunzellen und verhindert, dass sie die Blut-Hirn-Schranke überwinden und in das zentrale Nervensystem gelangen. Entzündungen werden verringert.
MS und Sport: Mehr Selbstständigkeit durch BewegungGenau genauso wichtig wie eine wirksame Therapie ist für MS-Betroffene ausreichende Bewegung: „Durch regelmäßige Bewegung werden die motorischen Fähigkeiten gesteigert und damit Mobilität und Selbstständigkeit verbessert", erklärt die Diplom-Sportlehrerin Elke Flockenhaus aus Haan. Mit Hilfe des Trainingshandbuches für MS-Betroffene „Bewegung und Sport mit Multipler Sklerose" gelingt es MS-Betroffenen mühelos, zuhause oder draußen fit zu bleiben. Das Trainingshandbuch bietet nicht nur zahlreiche Tipps, was Betroffene bei Aufnahme des Trainings beachten sollten, sondern auch eine große Auswahl an Übungen zum Training der körperlichen und geistigen Fitness. Kraft-, Ausdauer-, Koordinations- und Entspannungsübungen sind auf die unterschiedlichen Symptome der MS, wie z.B. Ataxie, Fatigue, Spastizität und geistige Ermüdung zugeschnitten. Viele der Übungen aus dem Handbuch können bei gutem Wetter auch im Freien ausgeführt werden. Dabei steht nicht die sportliche Leistung, sondern der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Denn nur durch regelmäßige Bewegung und Sport, wobei der Schwierigkeitsgrad langsam gesteigert wird, können MS-Betroffene ein gutes Körpergefühl entwickeln und damit das Selbstbewusstsein stärken. Gleichzeitig mit der körperlichen Fitness sollte auch die geistige Fitness trainiert werden. Rätsel aller Art, auch das beliebte Gehirnjogging oder beliebte Kartenspiele wie Skat, Rommé oder Canasta helfen dabei. Wer zusammen mit Freuden oder in einer Gruppe trainiert, knüpft auch problemlos schneller neue soziale Kontakte. Dies alles sind wichtige Voraussetzungen für eine hohe Lebensqualität und ein aktives Leben mit MS

Mädchen überlebt vier Monate ohne Herz

Erst im Nachhinein schilderten die Ärzte vom Holtz-Kinderkrankenhaus in Miami gestern die komplizierte Krankengeschichte der 14-jährigen D´Zhana Simmons. Am 2. Juli hatten sie D´Zhana ein Spenderherz eingepflanzt, das jedoch nicht funktionsfähig war. Darüber hinaus zog sich die Patientin eine Lungenentzündung und eine Niereninsuffizienz zu. Erst am 29. Oktober stand ein weiteres Spenderherz für eine neuerliche Transplantation zur Verfügung. In der Zwischenzeit sicherte ein externes Herz das Überleben D´Zhanas. „Das erste Herz, das wir transplantiert haben, hat nicht gut funktioniert“, sagte der Kardiologe Marco Ricci von der Universität Miami. „Daher mussten wir ein anderes suchen. Zwischenzeitlich mussten wir sie vier Monate lang an ein System mit Pumpen anschließen.“ Seines Wissens habe „noch nie jemand in diesem jungen Alter so lange ohne Herz gelebt“. Üblicherweise nutzen Mediziner externe Pumpen, um ein schwaches Herz zu unterstützen, nicht um es zu ersetzen. Einen Tag nach der zweiten, gelungenen Herztransplantation erhielt D´Zhana auch noch eine neue Niere. Noch zwei bis drei Monate soll sie unter enger ärztlicher Kontrolle stehen. Danach kann sie in ihre Heimat nach South Carolina zurückkehren.