Freitag, 21. November 2008

Kontaktlinsen und Sehstörungen in der Schwangerschaft

Claras Augenarzt konnte die werdende Mutter beruhigen. Denn obwohl wissenschaftlich bewiesen ist, dass weder Schwangerschaft, noch später das Stillen, eine bestehende Kurzsichtigkeit verschlimmern oder gar hervorrufen, so kann es doch während der Schwangerschaft immer wieder vorkommen, dass die Schwangere den Eindruck hat, sie sehe schlechter als vorher. Doch diese vermeintliche Sehschwäche hängt mit dem Hormongleichgewicht der werdenden Mama zusammen. Denn während der fast zehn Monate dauernden Schwangerschaft wird die Krümmung der Hornhaut und der Linse leicht verändert. So führt das in der Plazenta gebildete Hormon Progesteron, zum Anschwellen der Augen und somit zu Schwierigkeiten beim Fokussieren.
Da das Hormon auch Flüssigkeit zurück hält, kann es zu einem verringerten Tränenfluss und somit zu einem trockeneren Augapfel kommen. In einigen Fällen können sogar auch leichte subkonjunktivale Blutungen auftreten.Diese Veränderungen der Hornhaut wie auch der Linse können unter Umständen bei der Nutzung von Kontaktlinsen störend und schmerzhaft sein. Wer also während einer Schwangerschaft eine derartige Unverträglichkeit der Kontaktlinsen entwickelt, sollte umgehend den Augenarzt aufsuchen. Mitunter wird es notwendig sein, die Kontaktlinsen bis nach der Geburt abzusetzen. Grundsätzlich sollte man die Kontaktlinsen während der Schwangerschaft weniger zu tragen als üblich, Augenärzte empfehlen maximal 4-5 Stunden täglich. Ab dem achten Monat ist es ratsam, Kontaktlinsen gar nicht mehr zu benutzen.

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